Erstes Lebenszeichen

 


Nun bin ich schon seit 6 Tagen in Ecuador. Die ersten 3 Tage war ich mit ca.70 anderen AFS Austauschschülern im Arrivelcamp in Quito. 12 Länder waren vertreten, hauptsächlich welche aus Europa. Aber auch Laender wie Japan und USA dort.
Die 3 Tage in Quito waren ziemlich anstrengend. Der Ort war zwar wunderschön (siehe Bilder die ich demnaechst mal versuche online zu stellen..), aber die Treffen in der großen Halle dauerten ziemlich lange meistens 2 Stunden wo man auf Englisch zuhören musste. Ansonsten wurden wir öfters in Gruppen eingeteilt, einmal in die Länder Gruppen, wo man das jeweilige Land vorstellen musste, sowie in Städte Gruppen, wo man viel von seiner zukünftigen Stadt erfahren hat.
Jeden Morgen war das Duschen eine große Herausforderung. Erstens gab es nur 2 Duschen für die 16 Mädels in unseren Hütte (2 8ter Zimmer), zweitens konnte man das Wasser nie regulieren. So wurde es entweder Eiskalt oder kochend heiß. Oder nur eine der Duschen hatte warmes Wasser und die andere nicht.

Am Montag flogen oder fuhren alle in ihre Gastfamilien. Mit 7 Leuten (aus der Schweiz, Italien, Belgien, Island und Deutschland) machten wir uns auf den Weg zum Flughafen. Wir flogen nur 30 Minuten von Quito nach Cuenca und im Flugzeug stieg die Aufregung. Besonders beim Koffer aufgabeln auf den Gepäckbändern. Danach hieß es verabschieden und seine Familie Begrüßen. Zusammen mit Katia (Halb Italienerin welche perfekt Deutsch kann), quetschten wir uns zu 7 in ein Auto. Da meine Gastfamilie keins hat. Aber ein Auto wäre hier auch total unnötig. An jeder Ecke gibt es Bushalte stellen oder man stellt sich einfach an den Straßenrand und winkt egal wo man gerade steht.
Es gibt auch keine Busplaene oder so.. Man muss aber auch nie laenger als 10 Minuten warten. Jede Busfahrt hier (egal wohin man moechte) kostet 25 cent. Der Strassenverkehr ist hier ziemlich chaotisch. Bisher hab ich auch noch keine einzige Fussgaenger Ampel gesehen. Zebrastreifen schon, die allerdings keiner so recht beachtet. Man muss einfach wenn gerade kein Auto kommt ueber die Strasse laufen.
Die Familie in der Katia wohnt ist relativ gut mit meiner Befreundet. Zur Zeit sind hier in Ecuador noch Ferien, weshalb viele Cousins bei ihr wohnen.. Bisher hab ich Abends und Nachmittags meistens was mit Katia, den Jugendlichen in ihrer Familie und einigen anderen Freunden gemacht. Die Altersgruppe ist von 14-20. Mir ist auch schon aufgefallen das die Jungs hier schon aufdringlicher sind als in Deutschland.. Aber das tun die bei allen Maedchen.
Vor der Haustuer werd ich dann mit deren Auto abgeholt. Vorgestern waren wir im Mall und anschliessend haben sie mir einige Sehenswuerdigkeiten der Stadt gezeigt.. Einige Cathedralen und Statuen. Danach sind wir auf einen Berg gefahren, von wo aus man die ganze Stadt sehen konnte. Auf dem Rueckweg sind wir dann auf der Ladeflaeche des Autos gefahren, was eigentlich ziemlich cool war, doch jetzt bin ich deswegen erkaeltet..

Gestern war ich bei Katia zuhause, da einer ihrer Brueder Geburtstag hatte. Tagsueber war eigentlich gar nichts festliches.. Die Jungs spielten 'Need for speed' auf der Playstation oder waren im Internet.. Ausserdem habe ich ein spanisches Lied auf dr Gitarre gelernt. (: Abends dann gab es Kuchen und andere snacks und traditionellerweise wurde das Geburstagskind 16 mal (Danielo ist 16 geworden) mit Guerteln auf den Hintern geschlagen. Es war ziemlich lustig..

Achja mit der Sprache ist das auch so ne Sache.. Domenica (Meine 5 jaehrige Gastschwester) labert mich total zu und ich verstehe komplett nichts. Die Jugendlichen lachen mich manchmal auch ein bisschen aus weil ich meistens einfach si sage, auch wenn ich nichts verstehe. Ich lauf auch immer mit einem Duden rum, was auch recht lustig ist. Katia versteht fast alles da Italienisch ziemlich aehnlich ist wie Spanisch.
Den ganzen Tag bin ich dem Spanischen ausgesetzt. So gut wie keiner spricht hier Englisch und wenn, dann ziemlich schlechtes. Aber ich merke jetzt schon, dass ich jeden Tag ein bisschen mehr verstehe..

Heute morgen war ich mit Meiner Gastmutter (Ruth) und Domenica in der Schule. Zur Zeit sind hie noch Ferien aber meine Gastmutter ist dort Lehrerin und hat mich schonmal einigen Lehrern und der Diretorin vorgestellt. Am Nachmittag hab ich dann nochmal geschlafen weil ich ja erkaeltet bin. Spaeter kam Alexandra mit einem Tablett und hat mir Essen ans Bett gebracht. Die sind wirklich total lieb und kuemmern sich sehr viel um mich. Besonders Domenica haengt schon sehr an mir und umarmt mich staendig. Das Haus hier ist weder gross noch klein und wie alle Hauser hier in Ecuador ziemlich kitschig eingerichtet. Ich hab ein ein eigenes Zimmer und sogar ein eigenes Bad (:

Ansonsten Begruesst man hier alle mit einem Kuesschen auf die Linke Wange. Mittlerweile hab ich mich auch daran gewoehnt..

Nunja das wars fuers Erste.
Viele Gruesse

Lara

26.08.09

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Kurze Zusammenfassung der letzten Tage

 


Vorgestern war ich zusammen mit Alexandra (das x im Namen wird uebrigens auch wie im Deutschen ausgesprochen) auf einer Houseparty von einer Freundin. Die Stimmung war grossartig und alle, wirklich alle tanzten zu lateinamerikanischer aber auch Internationaler Musik. So liefen auch Lieder wie "I know you want me" und "Infinity"..
Was mir auch aufgefallen ist, ist dass alle Maedels dort moerder Absaetze anhatten. Ich frag mich wirklich wie man mit solchen Schuhen ueberhaupt tanzen geschweige gehen kann..
Um 3Uhr morgens waren wir dann zuhause.. :D

Gestern war ich zusammen mit Katias Familie, ihren tausend Cousins und Cousinen und Freunden bei den Ruinen von Ingapirca. Meine Gastmutter gab mir Handschuhe, Muetze, Schal und eine Jacke die ziemlich ausgepolstert war, sodass ich aussah wie ein Eskimo.. Da es dort ziemlich ziemlich hoch gelegen ist. Dennoch war es eigentlich gar nicht so kalt, wie sie mir vorrausgesagt hatte..
Von Cuenca aus haben wir 1 1/2 Stunden dorthin gebraucht.
Wie gesagt klappt das mit den Bildern noch nicht, da das Internet sehr langsam ist.. Aber wenn ihr bei Google "Incapirca Ecuador" eingibt findet man ganz tolle Bilder, damit ihr eine Vorstellung davon habt wie es dort aussah. Die Aussicht dort ist wunderschoen. Um 21.00 Uhr waren wir dann Zuhause und total erschoepft..


Gleich gibts hier Mittagessen. Vom Essen hier bin ich eigentlich positiv ueberrascht. Das meiste schmeckt wirklich gut.. Sogar der Fisch welchen ich ja sonst nicht so mag, schmeckt hier ganz gut. Meistens gibts Suppe und anschliessend Reis, Gemuese und Fleisch..
Morgens wie in Deutschland Broetchen oder Cornflakes


Liebe Gruesse

Lara

31.08.09